Wir starteten von Wien Nussdorf und erlebten Wien von der Wasserseite. Unsere Kreuzfahrt Direktorin erklärte alle Brücken und Bauwerke entlang des Stroms bis zum Eintreffen in der Schleuse Freudenau. Der nächste Abschnitt ist von Schlauchboot Fahrten wohlbekannt - die Hainburger Au. Bei Theben erreichten wir slowakisches Staatsgebiet und landeten in Bratislava, wo es einen Stadtsparziergang gab.
Der 2. Tag begann in Budapest, unsere MS Prinzessin Sisi lag mitten in der Stadt mit einem schönen Blick auf das Parlament und die Fischerbastei. Die Busrundfahrt bot einen guten Eindruck von Geschichte und Architektur der Stadt. Am Nachmittag ließen wir uns stromab treiben und erreichten am Abend die serbische Grenze.
Die Nacht war kurz, um 23.30 h wurde die Schengen Aussengrenze kontrolliert, d.h. im Piyama und Nachthemd zur Rezeption, damit das Passfoto kontrolliert werden konnte!
Am nächsten morgen endlich Sonnenschein am Deck, die Donau schon breiter, ein geruhsamer Vormittag: die Landschaft wird vorbeigezogen, der Kellner bringt Getränke!
Mittags erreichten wir die serbische Hauptstadt Belgrad, am Nachmittag stand eine Stadtrundfahrt am Programm. Interessant ist die Festungsanlage aus der Römerzeit mit einem guten Überblick auf den Zusammenfluss von Donau und Save - ein serbischer Folklore Abend ließ den Tag ausklingen!
Am 4. Tag erreichten wir den Höhepunkt der Reise - Das eiserne Tor. Hier bahnt sich die Donau den Weg durch die Karpaten, bis zu 90 m tief und nur 100 m breit. Besonders beeindruckend das 40 m hohe Relief des Drakerfürsten Decebal und das kleine Kloster Mraconia direkt am Ufer. Erst durch den Bau des Kraftwerks Derdap 1 zwischen Serbien und Rumänien war eine gefahrlose Befahrung der Donau möglich, das war auch unser Wendepunkt: ab hier zurück, stromaufwärts ...
Den 5. Tag verbrachten wir in Novi Sad und Umgebung, vormittags ein sehr netter Stadtrundgang in der Fußgängerzone und nachmittags der Besuch der Festung Peterwardein, einer sehr großen, nie eroberten Festung - errichtet von den Habsburgern.
Anschließend stand dann noch ein geschichtsträchtiger Ort am Programm: das Dorf Sremski Karlovci, wo der berühmte Karlowitzer Frieden 1699 geschlossen wurde, das Ende der Türken Kriege.
Den Tagesabschluss bildete ein Besuch des orthodoxen Klosters Krusedol.
Nach einem geruhsamen Tag an Bord erreichten wir am letzten Tag unserer Fluss Schifffahrt die Basilika Esztergom am Ende des Donau Knies. Ein kleiner Zug erleichterte den Aufstieg zur 3. größten Kirche Europas in Ungarns erster Hauptstadt. Im Inneren ist vor allem die riesige Krypta sehenswert, für den Aufstieg in die Kuppel war leider zu wenig Zeit.
Bei sonnigem Wetter klang unsere Reise am Oberdeck aus, es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut unsere ehemaligen Kronländer zu besuchen ...