Norwegens Fjorde im Juni 2025

 

Die Europa 2 erwartet uns in Hamburg im Cruise Center Altona.

 

Wir verbringen luxuriöse Tage bei zumeist strahlendem Wetter und erleben das Nordkap bei Mitternachtssonne, die es von Norden her beleuchtet

Bergen

In der Burg findet ein großes Festival statt, also weiter den Hafen entlang an den alten Häusern in Richtung Schrägaufzug auf den Hausberg Floyen.  Das Panorama ist beeindruckend, Bergen eine ausgedehnte Stadt über mehrere Hügel und Schären verstreut. Die heute zweitgrößte Stadt Norwegens erreichte ihre Bedeutung als die Kaufleute der Lübecker Hanse regen Handel im Norden pflegten. Sie errichteten 1360 mit Tysge Bryggen in Bergen ein Kontor mit strengen Regeln und eigener Gerichtsbarkeit und verschifften vor allem Stockfisch von den Lofoten in die Hansestädte. Nach dem Niedergang der Hanse 1754 mit dem Schließen des letzten Kontors wurde noch bis 1868 der Gottesdienst in der Marienkirche auf Deutsch gehalten. Nach 2 großen Bränden entschied man sich, einen Teil von Bryggen zu renovieren, ein Unterstand am Hafen und ein Versammlungs- und Essensgebäude, die Schötstuben, sind erhalten. 

Leknes/Lofoten

Bei strahlendem Wetter sind wir in Leknes angekommen. Vor unserem Fenster liegen die drei Inseln, über die der Vortragende zum Thema “Norwegisch” gesprochen hatte. Sie haben ihren Namen vom Aussehen: hohe Insel, flache Insel, Sand Insel. Das links zu sehende Lofoten Bio-Center wurde 2022 eröffnet und beherbergt Forschungslabore, eine Fabrik für Bakteriophagen und Unterrichtsräume zur lokalen Aquakultur Ausbildung (Fischzucht). Unser Ausflug am Nachmittag führte uns zunächst zum Wikingermuseum. Dort hat man in den 80er Jahren das größte bekannte Langhaus der Wikinger entdeckt, es wurde in der Zeit zwischen 500 und 900 n. Chr. zweimal bewohnt und beim zweiten Mal auf 83 Meter verlängert, es war der Hof eines Häuptlings. Im Museum sind Fundstücke ausgestellt und das Langhaus wurde rekonstruiert. Was mich am meisten fasziniert: wir sind hier auf der Höhe von Grönland, Leknes liegt 200 km nördlich des Polarkreises, und alles ist grün, ganz in Gegensatz zu Grönland, wo die Gletscher bis ins Meer reichen - Wunder Golfstrom ...

Honnigsvag - Nordkap

Bei Traumwetter kreuzen wir durch die Lofoten nordwärts, biegen dann nach Osten ab um zur Insel Mageroy zu gelangen, die ihrem Namen alle Ehre macht - der bedeutet steile kahle Küste. Sie ist durch den Nordkaptunnel mit dem Festland verbunden, wir werden auf eine Trafostation aufmerksam gemacht, die den Tunnel mit Strom versorgt - im Winter schließen nach jedem Fahrzeu automatisch die Tore, damit Schnee und der kalte Wind nicht hineingelangen. Von Honnigsvag, wo wir um 18:30 anlegen, fahren die meisten Gäste zum Nordkap. wir hatten eine lange Autobusfahrt und schlechte Sicht am Nordkap befürchtet und daher den Ausflug zu 2 Fischerdörfern gebucht: Skarsvag und Kamoyvaer. Sie haben nur wenige permanente Einwohner doch Saisonarbeiter für die Fischfabriken. Da wir nach den Ausflügen mit dem Schiff das Nordkap umrunden, erleben wir es von der Mitternachtssonne beleuchtet, die im Norden steht, wo wir sie sonst nie sehen können, weil sie untergegangen ist.

Tromsö

Die Nacht war hell, am Vormittag haben wir uns bei weniger Sonnenschein als zuletzt Tromsö genähert. Es liegt sehr hübsch zwischen schneebedeckten Gipfeln, die Altstadt auf der Insel Tromsoy, die über Brücken und Tunnel mit dem Festland und der recht großen Insel Kvaloysletta verbunden ist, wo sich die neueren Stadtteile ausbreiten. Mit dem Bus fuhren wir zunächst über die beiden Inseln zu einem Aussichtspunkt, dann zum Polaris: Panoramafilm über Gletscher und Tierwelt von Spitzbergen, für die Robben und Fische im Wasser war aber zu wenig Zeit ...

Due Eismeerkathedrale beeindruckt mit ihrer Architektur, das Universitätsmuseum mit einer Ausstellung über Nordlichter und die Samen, denen allein der Besitz von Rentieren erlaubt ist.

Alesund

Die Jugendstil Stadt wurde nach einem Brand 1904, bei dem sie fast vollständig  zerstört worden war, binnen weniger Jahre im Stil der Zeit wieder aufgebaut. Wir sind bei Regen angekommen, und später auf eigene Faust auf den Aussichtsberg, allerdings nicht alle 418 Stufen, und ins Jugendstilmuseum, wo wir eine interessante Zeitreise mit einem Lift erlebten.

Geiranger

Bei der Ankunft noch neblig, reicht die Sicht den ganzen Tag für herrliche Ausblicke in und von den Bergen. Zunächst auf der Straße, die nach Oslo führt zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet und weiter zu 2 Seen auf 1.000 m Höhe - den hinteren kann man erst aus noch größerer Höhe im Rückblick sehen. Nach einer Jause in Dypivasshyita zweigen wir ab zur Aussichtsplattform Dalsnibba auf 1.500 m Höhe. Zurück im Ort besuchen wir das Fjordmuseum und dann geht es auf der ersten Straße, über die Geiranger überhaupt erreichbar war, hinauf bis zur Adlerskehre. Auf der Plattform hat man einen Ausblick über eine weiten Teil des Fjords.

Olden

Viele Gäste machen Ausflüge zu Gletschern, ich genieße die Ruhe an Bord und die Ausblicke auf "wia daham". Ali spaziert in die Ortschaft und kehrt mit dem Bummelzug zurück. Abends eine großartige Vorführung im Theater.

Stavanger - Lysefjord

Das Wetter ist ziemlich bescheiden, bei strömendem Regen warten wir auf die Schnellfähre, die uns zum Eingang des Lysefjords bringt. Als wir dort ankommen und für Kaffee mit Waffeln anlegen, kommt die Sonne hervor. Obwohl der Wind kräftig bläst, bleiben alle am Oberdeck um den Wasserfall und die berühmte Felsplattform Preikestolen in 600 m Höhe zu sehen, die gerne von Wanderern besucht wird - heute sind keine Menschen zu sehen. Zurück in Stavanger spazieren wir noch den Hafen entlang und in einer Parallelstraße zurück zu Schiff und erfreuen uns an den bunten Häusern und Graffitis. Vor dem Abendessen treffen wir noch auf das Schwesterschiff, das nordwärts unterwegs ist, und danach gibts Abschiedsparty.