Erschreckend der Rückgang der Pasterze, neue Erkenntnis: Pasterzenabfluss wird im Margaritzen Stausee gesammelt und 11,6 km mittels Möllüberleitung-Stollen durch die Tauern bis zum Mooserboden gebracht. Aufschlussreich das Museum an der Fuscher Lacke zum Bau der Glocknerstraße.
Mit 2 Zwischenstationen gelangt man auf 3.000 m Höhe mit der traumhaften Bergwelt rundherum - das Wetter hätte nicht besser sein können. Zur Plattform gelangt man leicht bergab durch einen Stollen - blickt man beim Ausgang recht nach oben, sieht man die Bergstation und unterhalb den Gletscher mit seiner Schifahr Infrastruktur - ein trauriger Anblick. Ganz links der Großglockner, vor uns schneebedeckt der Großvenediger. Die Sigmund Thun Klamm liegt am Rückweg nach Kaprun bei einem Verbund Kraftwerk und ist 320 m lang. Die Kapruner Ache überwindet einen Höhenunterschied von 40 m und ist max 32 m tief eingeschnitten. Die Klammentwicklung mit 1-3mm pro Jahr hat in der Späteiszeit vor 14-10 Tsd Jahren begonnen.
Solange die Wettervorhersage so gut ist fahren wir auf die Schmittenhöhe und machen eine Schiffsrundfahrt auf dem See - wir wollen die im Hotelpreis enthaltene Sommerkarte der Region voll ausnützen. 2x in der Woche wird abends an der Seepromenade eine bunte Wassershow mit Musik geboten.
Nachdem die vormittägliche Wolkendecke sich aufgelöst hatte, boten sich die beeindruckenden technischen Bauwerke in ihrer ganzen in die Umgebung eingepassten Pracht. Alle Spuren von Bauarbeiten werden immer entfernt, alles renaturiert. Die Kraftwerke selbst befinden sich im Berg, der von gewaltigen Stollenanlagen durchzogen ist - das Pumpspeicherkraftwerk Limberg II ist 2011 in Betrieb gegangen, Limberg III soll 2016 in Betrieb gehen. Auch die Auffahrt mit dem Bus geht hauptsächlich durch Tunnel, unterbrochen von der Fahrt mit dem Lärchenwald Schrägaufzug. Erst ab dem oberen Drittel des Speicher Wasserfallboden hat man Blick auf diesen Stausee und die Sperren Limberg, Mooserboden und Drossen.