Treffpunkt am Schiff in Hamburg, wo wir bereits ein paar Tage vorher mit dem Zug angekommen waren: Konzert in der ElPhi, Miniwunderland, Hafenrundfahrt.
Nach dem Nachprogramm gemeinsame Heimreise mit Gabi und Reinhard ab Reykjavik
Hamburg in der Abendsonne verlassen, nach einem Seetag morgens in Aberdeen angelegt, persönliche Passkontrolle zügig deckweise, nachmittags Busrundfahrt: Friedhof und Kathedrale St. Machar (roter und grauer Granit, bunte Fenster, Grab von David Welch), King´ s College, Duthies Park mit Wintergarten, Marishal College (nach dem Prado in Madrid der 2. größte Granitbau Europas).
Durch Scapa Flow bis Stomness, mit 1758 Einwohnern 2.größte Stadt des Archipels, Blütezeit im 17. Jhdt. mit dem Walfang und als Stützpunkt der Hudson´ s Bay Company, 14 km vom Hauptort Kirkwall.
Mit dem Bus besuchen wir Zeugen einer grauen Vorzeit: Scara Brae (Steinhäuser aus der Steinzeit 3.000 v.Chr) und Ring of Brodgar (neolithischer Steinkreis, älter als Stonehenge). Das Herrenhaus Skaill House und die Kathedrale in Kirkwall runden den Eindruck der Orkneys ab.
Bei Wind und Nieselregen verweigere ich am frühen morgen, das Vogelschutzgebiet auf der Isle of Noss zu betreten - Ali spaziert zum Vogelfelsen, trockene Anlandung mit Zodiac.
Nachmittags von der Pier von Lerwick auf Mainland eine verregnete Landschaftsfahrt, was unseren Wikinger-Führer wenig beeindruckt. Am Stadtrand Reste des 2000 Jahre alten Broch von Clickimin, dann weiter in die alte Haupstadt Scalloway, wo wir in einem kleinen Museum Zuflucht vor dem Regen finden - der norwegische Einfluss ist noch deutlich spürbar. Auf dem Rückweg ein paar Shetland Ponys und nichts zu sehen beim View of Scalloway ...
Am nächsten Morgen vormittags auf der Isle of Mousa der 2000 Jahre alte Broch. Während Ali eine große Runde geht, spaziere ich im Nieselregen bis zum Rundturm, den Aufstieg trau ich mir nicht mehr zu - es gibt ca 500 davon in Schottlands Norden, sie werden für die finale Ausprägung eiszeitlicher Rundhäuser gehalten. Nachmittags auf der Isle of Fair bei wunderbarem Wetter ausreichend Zeit, die Papageientaucher zu beobachten.
Viele Gäste machen Tagesausflüge ins schottische Hochland, uns bleibt viel Zeit einen der nördlichst gelegenen botanischen Gärten der Welt zu genießen. Durch seine klimatisch begünstigte Lage direkt am warmen Golfstrom, kann er mit einer für 57,8 Grad nördlicher Breitevöllig untypischen und vielfältigen Bepflanzung aufwarten Rhododendren, Eukalyptus, ...
Wir liegen in Stornoway, dem Hauptort der Insel, gegründet im frühen 9. Jhdt von Wikingern, heute ein wichtiger Fischereihafen mit ca. 8.500 Einwohnern - D. Trumps Mutter stammt von hier. Wir gehen eine kleine Runde, schauen ins Museum und machen es uns in einem kleinen Café gemütlich. Nachmittags Landschaftsfahrt zur Insel Great Berna. Über eine kleine Brücke erreichen wir Bostadh, wo ein rekonstruiertes Haus aus der Eisenzeit zu besichtigen ist.
Wir kommen nach einer schnellen und stürmischen Überfahrt um Mitternacht am Ende des Fjords an. Dunkelheit nur von 00:25 bis 1:46 Der kleine Ort ist von bis zu 1000 m hohen, schneebedeckten Bergen umgeben, Wasserfälle von ganz oben bis herunten. Vom Schiff besonders gut zu sehen ist der Burdararfoss, der windbedingt zeitweise nach oben zu fließen scheint. Wir verbringen gemütliche Stunden im Geothermalbad Vök. Um 21:30 verließen wir den Hafen und kreuzten entlang der schroffen Küste, voll Bewunderung für die Kulisse in der Abendsonne
Es hätte einen Tagesausflug zur weltbekannten Gletscherlagune Jökulsarlon gegeben, ähnlich der Discobucht in Grönland, doch vom Land her, nicht vom Meer aus zu erreichen. Wir wollten es gemütlicher und haben das Städtchen auf eigene Faust erkundet. Hinter dem kleinem Hafen die Berge, über dem Wasser noch Nebel - so ging es in einen herrlichen Sonnentag. Plausch mit einem Steine-Sammler, riesige Stein-Eier aus China am Hafen, Fischfabrik, daneben großer Tank, in dem angeblich Konzerte stattfinden, windgesicherte Mülleimer ... Nachmittags ein Zusammentreffen mit dem Schwesterschiff Hanseatic Inspiration, ein großes Fest für die Mannschaft. Man merkt, dass sich die Fahrt dem Ende zuneigt: abends Schanti Chor
Die Insel ist die größte und einzige ständig bewohnte der Inselgruppe südlich von Island und zählt zu den reichsten Städten Islands. Unter ihr wird eine Magmakammer vermutet, letzter Ausbruch 1973 - wir besuchen das Vulkanmuseum. Die Einfahrt in den Hafen ist sehr schmal, das Land war durch Lava erweitert worden. Die Landschaft ist von Lava geprägt und der Natur, die sich Lebensraum zurückerobert. Bevor es nach Rejkjavik geht, wird noch Surtsey umrundet.
wir starten mit kleinem Gepäck in einem sehr hochgestellten Bus mit riesigen Rädern, was auf unwegsames Gelände schließen lässt. Zunächst nach Westen, all überall arktische Lupinen, kamen aus Norwegen und wurden mit Flugzeugen ausgestreut, zur Festigung des abgeholzten Bodens - heute pflanzen Kinder Bäume, die sie ihr Leben lang besuchen. Bald geht es rechts ab in die Berge, erster Stopp der Barnafoss. Mittagessen in Husafell, wo wir übernachten werden, weiter zum Gletscher Langjökull, in den wir hinein wollen. Das Wetter ist schlecht, wir wechseln das Gefährt nachdem wir Überschuhe und wasserdichte Jacken ausgefasst haben. Beim Aussteigen ein eisiger Wind, man sieht die Hand nicht vor den Augen, es ist rutschig. Im inneren bekommen wir Spikes für unsere Schuhe und gehen dann einen Rundweg im Eistunnel. Dank Geothermie istdie Heizung im Zimmer sofort warm.
Das Wetter wird von Minute zu Minute besser, so auch die Stimmung. Im Nationalpark wird das Auseinanderdriften der nordamerikanischen und der eurasischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. Wir lernen über die Geschichte des historisch bedeutsamen Ortes, wo eines der ältesten Parlamente von 930 bis 1798 jährlich zusammenkam, auf der nordamerikanischen Platte, am Ende der Tour steht unser Bus, der uns auf die eurasische hinüber bringt. Dort grüne Gegend, Baumreihen, dahinter Vulkane und geothermische Kraftwerke. Nach einer Führung und einem Mittagessen in einer Tomatenplantage geht es zu Gulfoss - dahinter der mächtige Gletscher zu sehen, in den wir gestern hinein marschiert sind. Krönender Abschluss ein Geysir, der alle 5-7 Minuten Heißwasser-Fontänen ausstößt, das Gelände rundum von Schwefeldämpfen und blubbernd heißen Bächen umgeben. In Rejkjavik Regen und der Koffer am Zimmer ..